Science vs. Fiction - Wissenschaft in Zeiten von Fake-News und alternativen Weltbildern

Wie generieren wir Wissen? Die Naturwissenschaft hat hierfür über die Jahrhunderte einen Prozess aus Versuch und Irrtum entwickelt. Das Resultat dieses Selektionsprozesses nennen wir zu jeder Zeit das "aktuelle Weltbild". Die Modelle und Hypothesen verlassen dabei nie endgültig den Prüfstand - sie müssen sich an jedem Tag aufs Neue den experimentellen Daten und Beobachtungen stellen. Dieses permanente Hinterfragen ist wesentlicher Motor in der Wissenschaft. Das Credo lautet: "Wir irren uns empor". Dabei hat die Natur stets das letzte Wort - ihre Antworten auf unsere Fragen, die wir in Form von Experimenten an sie stellen, heben oder senken den Daumen über unsere Theorien zur Beschreibung dieser Welt. 

Konkurrierende Theorien treten solange mit ihren Prognosen in einem Showdown gegeneinander an, bis Beobachtungen und Experimente für klare Verhältnisse sorgen.  Anschließend werden neue Hypothesen erdacht, die wiederum ihren Hut in den Ring werfen. Das ist der gnadenlose Pragmatismus der Wissenschaft: Der König ist tot, es lebe der König! Und gleichzeitig weiß man, dass auch dieser König – beziehungsweise diese Theorie – nicht ewig leben wird.  Allerdings wird es mit jeder neuen Beobachtung immer schwieriger überhaupt neue Hypothesen zu formulieren. Jede neue Idee muss ja erst mal alle bestehenden Tests überleben.

Genau an dieser Hürde vorbei suchen in jüngster Zeit sogenannte "alternative Theorien", basierend auf "alternativen Fakten" eine Abkürzung. Sie argumentieren oft demokratisch nach dem Motto "wenn viele einer Meinung sind, dann muss da schon etwas dran sein...". Moderne Medien und soziale Netzwerke bieten effektive Multiplikatoren dieser alternativen Weltbilder - vergrößern viral die Anhängerschaft und ein sich selbst verstärkender Prozess tritt in Kraft.

Wie stellen wir uns dieser Herausforderung in Zeiten von Fake-News und Vertrauenskrisen?     

Der Mathematiker, theoretische Physiker, Kosmologe und Grundlagenforscher - Dr. Josef M. Gaßner (www.Josef-Gassner.de) - wird in einem 60-minütigen Vortrag, einem Workshop und einer Podiumsdiskussion von eigenen Erfahrungen berichten und möglichst anschaulich die Zusammenhänge erklären. Originalaufnahmen verschiedener Weltraumteleskope bereiten dabei den Weg. 

 

Tagung: Wissen ohne Vertrauen?

Link zur Webseite des Veranstalters: Hier gehts zum Tagungsplan

Rieter AG, Klosterstrasse 32, Winterthur, Vortragssaal und Details werden noch bekannt gegeben

ADRESSE

Klosterstrasse 32, 
            8400 Winterthur

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Eintritt: